A16 Taubenloch Français

Der Taubenloch-Kreisel bremst die ganze A16.

Seit dem 1. Oktober 2026 läuft der Verkehr zwischen La Heutte und Biel auf einer Spur pro Richtung, mit 60 km/h, bis Januar 2028. Am Fuss der Schlucht führt jede Spur durch einen 2018 «provisorisch» erstellten Kreisel. Das ASTRA kündigte 10 bis 30 Minuten Stau zu Spitzenzeiten an. Die Verkehrsteilnehmenden beschreiben eine Stunde, manchmal anderthalb, morgens und abends.

Diese Seite vergleicht vier Varianten mit einem offenen Verkehrsmodell: Stellen Sie den Verkehr ein und lesen Sie ab, was der Kreisel ändert.

Der Simulator

Vier Varianten, derselbe Verkehr. Wählen, einstellen, vergleichen.

Talwärts Bergwärts Leubringen, Reuchenette Wendende Ein Auto in der Kolonne steht für zwölf Fahrzeuge.
Kapazität–Fahrzeuge pro Stunde, die durchkommen
Nachfrage–Fahrzeuge pro Stunde, die ankommen
Kolonne–zu dieser Zeit
Wartezeit–pro Fahrzeug

Annahmen des Modells
Die Kolonne im Tagesverlauf
Nachfrage und KapazitätSobald die Nachfrage die Kapazität übersteigt, wächst die Kolonne.

Die vier Varianten über einen Tag

Verlorene Stunden: Summe der Wartezeiten aller Fahrzeuge des Tages, beide Richtungen. Ein Arbeitstag entspricht 8 h 24.

Warum es stockt

Der Taubenloch-Kreisel ist keine gewöhnliche Kreuzung. Er liegt auf einer Autobahn, von der nur eine Spur pro Richtung übrig ist, und dient vor allem zum Wenden.

1 150gegen 1 550 Fz/h

Eine Kreiseleinfahrt lässt weniger Autos durch als eine gerade Spur

Auf einer geraden Spur folgen die Fahrzeuge im Abstand von zwei Sekunden: 1 500 bis 1 700 pro Stunde. An einer Kreiseleinfahrt bremst jedes auf 10 bis 20 km/h, gewährt Vortritt, fährt an: bestenfalls 1 100 bis 1 200 pro Stunde, bei leerem Ring. In der Schlucht, ohne Sicht, halten viele ganz an. Der Simulator rechnet mit 1 550 gegen 1 150.

2 ×ein Platz in der Bergkolonne, dann eine Durchfahrt vor der Talfahrt

Die Wendenden unterbrechen die Talfahrt, nachdem sie die Bergfahrt belastet haben

Leubringen und die Reuchenettestrasse haben keinen direkten Zugang nach Biel-Süd. Ihre Rampen münden in die Bergspur und zweigen von der Talspur ab. Wer nach Bözingenfeld, zu Rolex oder auf die A5 will, muss sich in die bergwärts stehende Kolonne einfädeln, den Kreisel erreichen, ihn ganz umrunden und wieder hinunterfahren. Jedes Auto zählt zweimal: ein Platz in der Bergkolonne, dann eine Durchfahrt vor der Talwärts-Einfahrt, die anhalten muss. Abends läuft dasselbe Spiel umgekehrt, zurück nach Leubringen.

+2,4 kmpro Stunde, bei 300 Fz/h zu viel

Ist die Kolonne einmal da, nährt sie sich selbst

Übersteigt die Nachfrage die Kapazität um 300 Fahrzeuge pro Stunde, wächst die Kolonne um 2,4 Kilometer pro Stunde. Wer kann, weicht über Orvin, Leubringen oder die Reuchenettestrasse aus und kommt über eine andere Einfahrt in den Ring zurück. So verlängert er die Kolonne, der er ausweichen wollte.

Der Kreisel aus der Luft. Die A16 kommt oben links aus dem Tunnel und führt unten rechts nach Biel. Die Ausfahrt nach Leubringen und zur Reuchenettestrasse verlässt die Talspur weiter unten, die Einfahrt von Leubringen mündet in die Bergspur. Orthofoto swisstopo.

Das fällt jeden Tag auf: Nach dem Kreisel niemand mehr voraus. Das ist die Signatur eines Nadelöhrs. Weiter unten fährt nur, was die Einfahrt durchlässt. Nicht die Strasse ist überlastet, sondern der Durchlass.

Nach dem Kreisel ist die Strasse leer
Das Modell
  1. Kapazität einer einspurigen Kreiseleinfahrt: C = C₀ · e^(−0,001 · Qc), wobei Qc der Verkehr ist, der vor der Einfahrt kreist. Formel des Highway Capacity Manual 2010. C₀ beträgt standardmässig 1 150 Fz/h. Vor der Talwärts-Einfahrt kreisen die Wendenden; vor der Bergwärts-Einfahrt niemand.
  2. Kapazität einer geraden Baustellenspur: standardmässig 1 550 Fz/h, in einer Spanne von 1 400 bis 1 700.
  3. Die Nachfrage an der Bergwärts-Einfahrt umfasst den A16-Verkehr, die Fahrzeuge von den Rampen Leubringen und Reuchenette und die Wendenden. Die Nachfrage an der Talwärts-Einfahrt umfasst den A16-Verkehr und jene, die nach Leubringen oder Reuchenette abfahren.
  4. Die Kolonne wird Minute für Minute berechnet: Kolonne(t+1) = Kolonne(t) + Nachfrage − Kapazität. Die Wartezeit eines Fahrzeugs ist Kolonne geteilt durch Kapazität. Ein Fahrzeug belegt 8 Meter.
  5. Ausweichen: Ab 8 Minuten Wartezeit verlässt ein wachsender Anteil, bis 35 %, die Autobahn Richtung Nebenstrassen.
  6. Das Tagesprofil stammt von den ASTRA-Zählstellen, sobald sie genügend Stunden abdecken, sonst aus einem typischen Pendlerprofil. Die Regler setzen den Spitzenwert.

Was das Modell nicht tut

Es vergleicht Varianten, es sagt keine bestimmte Minute voraus. Es ignoriert Lastwagen, Unfälle und die Verlangsamungen der Baustelle selbst weiter oben. Alle Annahmen sind sichtbar und einstellbar. Die offiziellen Messungen bleiben jene des ASTRA.

Provisorisch seit 2018

Der Kreisel sollte 2023 zurückgebaut werden. Der Berner Grosse Rat hat zweimal fast einstimmig darüber abgestimmt: 2020 für den Erhalt, 2023 für die Aufhebung des Vortritts der aus Biel und Leubringen kommenden Fahrzeuge. Das ASTRA hat diese Massnahme verworfen.

10 – 30 min vom ASTRA für die Spitzenzeiten angekündigt60 – 90 min von den Unterzeichnenden beschrieben, morgens und abends

  1. Inbetriebnahme des provisorischen Kreisels beim Anschluss Biel-Nord, 60 km/h, damit die Baustellenlastwagen wenden können, ohne über Frinvillier zu fahren. Rückbau für 2023 vorgesehen.

    RJB, 25.10.2018
  2. Der Berner Grosse Rat nimmt mit 133 zu 3 Stimmen eine Motion für den Erhalt des Kreisels an, verteidigt namentlich von Leubringen-Magglingen. Der Regierungsrat hält fest, das ASTRA plane den Rückbau «2024 oder 2025».

    Antwort des Regierungsrates, Motion 040-2020
  3. Drei Unfälle in zehn Tagen am Kreisel. Das ASTRA hält ihn nicht für gefährlich und verschiebt den Entscheid über seine Zukunft auf das Ende der Bauarbeiten.

    20 Minuten, 23.02.2023
  4. Der Grosse Rat nimmt mit 131 zu 0 Stimmen die Motion «Staus auf der A16 reduzieren» an: Der Vortritt der aus Biel und Leubringen kommenden Fahrzeuge im Kreisel soll aufgehoben werden. Das ASTRA hatte die Massnahme geprüft und aus Sicherheitsgründen verworfen.

    Motion 180-2023 und Antwort des Regierungsrates
  5. Gegenverkehr auf der einzigen Talfahrbahn zwischen La Heutte und Biel, 60 km/h, bis Ende Januar 2028. Das ASTRA kündigt «10 bis 30 Minuten Stau zu Spitzenzeiten, vor allem bei den Kreiseln Biel-Nord und um La Heutte» an.

    RFJ, 16.09.2026
  6. Lancierung der Petition. Das Journal du Jura veröffentlicht am selben Abend einen Artikel: «Une pétition pour demander le démantèlement du giratoire du Taubenloch».

    Le Journal du Jura, 28.10.2026
  7. Wintersession des Berner Grossen Rates. Dort kann eine provisorische Massnahme während der Bauarbeiten verlangt werden.

    Grosser Rat, Sessionsdaten

Was die Verkehrsteilnehmenden sagen

Kommentare zur Petition, gekürzt, in der Originalsprache, Vorname auf die Initiale reduziert. 266 Unterschriften, 58 Gemeinden, 111 Kommentare.

C’est la cause des bouchons !

B., Corgémont

Il n’est pas possible de continuer pendant douze mois comme cela : trente minutes de bouchon dès six heures du matin.

P., Saignelégier

Ce rond-point est la cause des bouchons, même avant six heures du matin.

K., Loveresse

Le temps de trajet pour aller au travail n’est plus vivable : quarante minutes de bouchon.

D., Le Noirmont

Le giratoire empêche la fluidité du trafic et fait exploser les temps de trajet entre 6 h et 9 h le matin, ainsi que de 15 h à 18 h le soir.

M., Les Bréseux

Depuis le début des travaux, ce rond-point engendre des ralentissements excessifs sur l’autoroute, ce qui entraîne des comportements dangereux entre automobilistes. On craint tous des accidents.

K., Charquemont

J’en ai marre de faire une heure de route supplémentaire par jour en habitant à sept kilomètres de mon lieu de travail.

E., La Heutte

Les nombreuses directions qui arrivent à ce rond-point ne fluidifient pas le trafic et rendent la compréhension des directions difficile.

R., Roche-d'Or

Ce rond-point crée un immense ralentissement. On en a tous marre de faire deux heures de route pour un trajet qui en demanderait quarante minutes.

R., Courfaivre

Woher die Unterzeichnenden kommen Ein Kreis pro Gemeinde, in der Grösse der Anzahl Unterschriften. Der rote Punkt markiert den Kreisel.

Quelle: öffentliche Unterschriften der Petition, automatisch erfasst.

Fragen

Die Antworten des Petitionärs.

Was hat zur Lancierung dieser Petition geführt?
Wie viele regelmässige A16-Nutzende stelle ich seit Beginn der Bauarbeiten die Verkehrsprobleme fest. Den Ausschlag gab das Gefühl, dass die Lage zu wenig vorausgeplant wurde und wir erhebliche Staus erdulden, ohne dass die möglichen Lösungen wirklich auf den Tisch kommen. Der Taubenloch-Kreisel wurde provisorisch für eine Baustelle erstellt und dann beibehalten. Heute, mit Gegenverkehr auf einer einzigen Fahrbahn, darf man fragen, ob er noch sinnvoll ist. Ich behaupte nicht, dass er die einzige Ursache der Staus ist. Bauarbeiten bringen zwangsläufig Verlangsamungen. Aber er ist ein zusätzlicher Engpass, dessen Folgen genau gemessen werden müssen.
Die Petition verlangt die Aufhebung des Kreisels. Ist das wirklich das Ziel?
Der Titel ist bewusst stark formuliert, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und eine Debatte anzustossen. Es geht aber nicht darum, eine Lösung vorzuschreiben, bevor Analysen vorliegen. Vor allem verlange ich, dass die Behörden die Folgen des Kreisels ernsthaft beurteilen, prüfen, ob sein Erhalt in der heutigen Lage gerechtfertigt ist, und die Ergebnisse veröffentlichen. Mehrere Szenarien gehören verglichen: den Kreisel belassen, ihn während der Bauarbeiten provisorisch schliessen, oder die erlaubten Fahrbeziehungen ändern. Zeitgewinne auf der A16 messen, aber auch mögliche Verlagerungen auf Nebenstrassen. Und die Schlüsse klar erklären. Genau das versucht dieser Simulator sichtbar zu machen.
Einige befürchten, dass eine Aufhebung die Reuchenettestrasse überlastet oder Orvin benachteiligt. Was antworten Sie?
Das sind berechtigte Sorgen, die man nicht wegwischen darf. Aber man muss das ganze Netz betrachten und die Folgen der verschiedenen Lösungen vergleichen. Auch die Bevölkerung von Péry und die Pendelnden aus dem Berner Jura leiden direkt unter den Staus. Man sollte nicht nur aus Sicht jener argumentieren, die einen direkten Autobahnanschluss geniessen. Für Leubringen und Magglingen gibt es andere Wege nach Biel und zum Autobahnnetz, namentlich durch die Stadt. Deren Folgen sind zu prüfen, aber ich bin nicht überzeugt, dass der Mehrverkehr auf lokalen Strassen grösser wäre als die heutigen Verlagerungen durch die Verlangsamungen auf der A16. Dasselbe gilt für Orvin: Ohne den Kreisel fahren die Orviner bei Frinvillier auf die A16 talwärts nach Biel, und beim Anschluss Vigier bergwärts in den Jura. Zwei Zufahrten bleiben also bestehen. Wenn ein flüssigerer Autobahnverkehr Umwege und Wartezeiten reduziert, kann die Bilanz anders ausfallen als spontan vermutet.
Ist es nicht zu spät, diese Schwierigkeiten vorauszusehen?
Genau diese Frage stelle ich mir. Die Bauarbeiten waren absehbar, und die Verkehrsprobleme in der Region sind nicht neu. Welche vorausschauenden Massnahmen wurden geprüft? Ich denke etwa an den öffentlichen Verkehr: Hätte eine bessere Bahnerschliessung des Raums Reuchenette mit einer passenden Haltestelle und Busanschlüssen die Autoabhängigkeit verringern können? Solche Lösungen brauchen Zeit und Investitionen und lösen die heutigen Staus nicht. Aber die SBB-Baustellen im Berner Jura werfen auch die Frage der Koordination zwischen Baustellen auf. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, aber wir können vermeiden, bei den nächsten Grossbaustellen dieselben Fehler zu wiederholen.
Was erwarten Sie konkret von den Behörden?
Drei Dinge. Erstens eine objektive Beurteilung des Nutzens des Kreisels und seines Beitrags zu den Verlangsamungen, mit Daten zu Wartezeiten, Verkehrsmengen und Verlagerungen auf Nebenstrassen. Zweitens einen transparenten Vergleich der möglichen Lösungen, namentlich der provisorischen Schliessung während der Bauarbeiten, unter Berücksichtigung aller betroffenen Gemeinden. Drittens eine klare Kommunikation der Ergebnisse und Entscheide. Wenn der Kreisel bleiben soll, soll erklärt werden, warum und auf welcher Datengrundlage. Wenn eine Alternative die Lage verbessert, soll man den Mut haben, sie umzusetzen. Mein Ziel ist nicht, Gemeinden gegeneinander auszuspielen. Die Behörden sollen dieses Anliegen ernst nehmen und die wirksamste Lösung für die ganze Region suchen. Ich verlange nicht, dass man mir recht gibt. Ich verlange, dass man die Fakten prüft.

Die Petition

Sie verlangt drei Dinge: eine objektive Beurteilung des Kreisels während der Bauarbeiten, einen transparenten Vergleich der Lösungen, einschliesslich der provisorischen Schliessung, und eine klare Kommunikation der Ergebnisse. Sie wird vor der Wintersession des Berner Grossen Rates eingereicht.

266 Unterschriften

Ziel 500

Petition unterschreiben

Wintersession des Grossen Rates Vom 23. November bis 3. Dezember 2026. Dort kann eine provisorische Massnahme für die Dauer der Bauarbeiten verlangt werden. 26 Tage

Neueste Kommentare

  • Je suis impacté pour mes trajetsD., Abbévillers
  • Ce giratoire peut être dangereux et il ralentit énormément la circulation dans les deux sensL.
  • Je signe cette pétition car je fais un détour de 10 km pour éviter les bouchons sur cette autoroute.R., La Chaux-de-Fonds
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